Grabflächen, die selbst zu schmücken und zu gestalten sind

Wahlgrabstellen

Das sind Grabflächen für Särge und Urnen, die immer ein volles Maß haben (Sarglänge). Man kann sich eine freie Fläche aussuchen, und auch die Nutzungsrechte für gleich mehrere Grabbreiten erwerben (Grabflächen nebeneinander), und kann außerdem die Ruhezeit nach Ablauf  verlängern.

Diese Gräber können Sie individuell bepflanzen und mit einem stehenden oder liegenden Grabmal/Grabstein versehen.  Es ist aber auch möglich, die Grabstelle ganz ohne Grabstein oder Bepflanzung zu lassen. Zu den Pflichten gehört es, den Grabplatz sauber und unkrautfrei zu halten. Grabmale müssen fest stehen. Wer seine Grabstelle mit Kies abdeckt oder mit Natursteinen u.ä. eingrenzt, muss diese Materialien wieder entfernen, wenn die Grabrechte abgelaufen sind.

Reihengräber

Diese Gräber für Särge und Urnen haben ein volles Maß (Sarglänge), allerdings kann immer nur anlässlich einer Bestattung das Nutzungsrecht für jeweils eine Grabbreite erworben werden. Die genaue Lage des Grabplatzes ist nicht frei wählbar, sondern die Gräber werden der Reihe nach angelegt. Die Nutzungsrechte für Reihengräber können nicht verlängert werden.

Auch diese Grabflächen können Sie individuell bepflanzen und mit einem stehenden oder liegenden Grabmal/Grabstein versehen, oder die Grabstelle ganz ohne Grabstein oder Bepflanzung lassen. Zu den Pflichten gehört es, den Grabplatz sauber und unkrautfrei zu halten und evtl. Rasen zu mähen. Grabmale müssen fest stehen. Wer seine Grabstelle mit Kies abdeckt oder mit Natursteinen u.ä. eingrenzt, muss diese Materialien wieder entfernen, wenn die Grabrechte abgelaufen sind.

Grabstätten mit kleiner Pflanzfläche

Diese Grabflächen für Särge und Urnen sind kleiner als ein volles Maß und  liegen auf extra dafür bestimmten Flächen unseres  Friedhofs. Auf ihnen kann ein stehendes oder liegendes Grabmal errichtet werden. Nur ein kleiner Bereich vor dem Stein ist dazu gedacht, geschmückt und bepflanzt zu werden und deshalb ist auch nur diese kleine Fläche von den  Nutzungsberechtigten sauber und unkrautfrei zu halten . Die übrige Fläche wird mit Rasen abgesät und durch den Friedhof gepflegt. Die Nutzungsrechte für diese Grabstellen können verlängert werden.

 

Baumgräber – Letzte Ruhe an den Wurzeln eines Baumes

Die Vorstellung unter alten Bäumen bestattet zu werden und dort Ruhe und Trost zu finden, spricht immer mehr Menschen an. Deshalb bietet der Nusser Friedhof seit dem Frühjahr 2012 diese alternative Form der Bestattung an.

Der Friedhof Nusse hat eine Reihe sehr schöner alter Bäume in seinem Bestand, darunter eine mächtige Eiche und eine ebenso prächtige Buche. Beide Bäume bieten nun im Schatten ihrer schönen Kronen Platz für Urnengrabstellen. Die Asche Verstorbener wird hierbei  in einer biologisch abbaubaren Urne an den Wurzeln eines Baumes beigesetzt. Das Zwitschern der Vögel, der Duft von Blättern, das Rauschen in den Wipfeln: die Nähe zur Natur ist unter unseren Ruhebäumen fühlbar, einem kleinen Friedwald ähnlich.

Unsere Baumgräber sind schlicht und einfach. Lediglich ein Namensschild macht auf die Grabstätte aufmerksam. Anstatt eines Grabsteins oder einer Grabplatte werden hier Namensschilder am Stamm des Baumes befestigt, an dessen Fuß auch Raum ist, um Blumen abzulegen.

Das Namensschild stellt der Friedhof, der auch für den Rasenschnitt sorgt. So  wird die Grabstelle für die Angehörigen nicht zur Belastung.

Kommen Sie vorbei und schauen Sie sich unsere Ruhebäume an. Fühlen Sie die Kraft, die von den Bäumen ausgeht, und die Ihnen hilft, zur Ruhe zu kommen und neue Energie zu tanken.

 

Rasensteingräber

Dabei handelt es sich um Gräber für Särge und Urnen auf einer speziell dafür vorgesehenen Fläche auf dem Friedhof. Sie können an der Grabstätte eine Grabplatte  in den Rasen einlegen lassen.  Der Friedhof sorgt für Sie durch regelmäßiges Mähen für einen gepflegten und schönen Anblick der gesammten Fläche, auf dem die Rasensteingräber liegen.

Das Nutzungsrecht für die Grabstätte kann nach 25 Jahren verlängert werden.

Kein Schmuck auf Rasensteingräbern: Blumen können Sie gerne an dem dafür vorgesehenen großen Gedenkstein an der begrenzenden Hecke niederlegen. Auf den Grabplätzen selber dürfen aber  keine Blumen, Vasen,  Töpfe oder anderer Schmuck abgelegt werden.

Wer es dennoch tut, erschwert dem Friedhofswart jedesmal die Arbeit, denn vor dem Mähen müssen die entsprechenden Plätze immer erst mühselig freigeräumt werden. Wir haben großes Verständnis für den Wunsch, einen Grabplatz zu schmücken, müssen aber leider sagen: wer ein Grab schmücken will, muss unbedingt eine andere Art von Grabplatz wählen. Die Friedhofsordnung ist an dieser Stelle deutlich: die auf den Grabplatten abgestellten Vasen und Töpfe werden ganz entfernt und für die Extraarbeit Rechnungen geschickt.

 

Anonyme Grabstätten

Bei dieser Grabstättenart bleibt die Stelle des Grabplatzes anonym. Es kann eine Trauerfeier vorher in der Kapelle stattfinden, aber die Beisetzung der Urne selbst findet ohne Feier und ohne Angehörige statt, die auch nicht erfahren, an welcher Stelle der Fläche die Urne bestattet ist. Ein Grabschmuck ist nicht möglich. Eine weitere Grabpflege von Seiten der Angehörigen ist nicht nötig, da der Friedhof  durch regelmäßiges Mähen der Rasenfläche für ein gepflegtes Aussehen sorgt.

 

 

Was ist, wenn ich ein Grab aufheben lassen möchte?

Grabrechte- und pflichten erwirbt man immer für 25 Jahre.

Wer vor Ablauf der Ruhefrist eine Grabstelle aufhebt oder aufheben lässt, hat trotzdem bis zum Ende der Ruhezeit  (25 Jahr nach der letzten Belegung) für eine saubere Grabstelle zu sorgen (unkrautfrei halten und Rasen mähen). Das gilt klarerweise nur für Reihengräber, Wahlgräber und Grabstätten mit kleinen Pflanzflächen, da bei anderen Grabarten diese Pflichten ganz entfallen.

Die Beseitigung des Grabsteins und der Pflanzen muss aber erfolgen.

Der Friedhof kann auf Wunsch das Rasenmähen auf Grabstätten übernehmen – aber nicht kostenlos, da auf den Grabflächen von Hand gemäht werden muss.  Bitte erkundigen Sie sich bei unserem Küster, Herrn Buck, wie teuer das Mähen  pro Jahr ist.