Nusser Kirche 22.08.2015, 20:00 Uhr

Musik am Zarenhof  — Elbipolis Barockorchester

Hamburg Werke von Galuppi, Araja, V. Manfredini, Paisiello u.a. »Fatte per l’uso di S.M.I. La Gran Duchessa di tutte le Russie« lautet die Widmung auf Giovanni Paisiellos Werk »Regole per bene accompagnare« aus dem Jahr 1782. La Gran Duchessa war niemand Geringeres als Zarin Katharina die Große. 1731 war erstmals auf russischem Boden eine italienische Oper gespielt worden, und in den Folgejahren hatte der russische Zarenhof immer mehr italienische Musiker nach Sankt Petersburg gelockt, unter ihnen Baldassare Galuppi, Francesco Araja, Vincenzo Manfredini und Giovanni Paisiello. Durch die verstärkte Präsenz italienischer Musiker in Sankt Petersburg kamen immer mehr einheimische Musiker in den Genuss einer fundierten Musikausbildung, und Katharina die Große schickte später sogar einige der vielversprechendsten russischen Komponisten zur Lehre nach Italien. Und wohl nicht zufällig hörte einige Jahrzehnte später der kleine Peter Tschaikowsky auf dem Orchestrion seiner Eltern neben Mozart vor allem Rossini, Bellini und Donizetti – eine Liebe zur italienischen Musik, die ihn sein ganzes Leben nicht mehr loslassen sollte. Gefördert von Kulturinitiative Sandesneben-Nusse Preiskategorien 39 € / 32 € / 22 € / 10 € Ticket-Hotline: +49 431-23 70 70


15. Juli 2014 – Schleswig-Holstein Musik Festival in Nusse

Werke von Vivaldi, Bach, Mendelssohn, Tschaikowsky u.a. Wer einmal den jungen Litauer Martynas Lady Gagas »Telephone« oder den Sommerhit »Ai Se Eu Te Pego (Nossa Nossa)« hat spielen hören, wird eins ganz gewiss nicht mehr behaupten können: das Akkordeon sei ein verstaubtes Instrument. Und genau das ist auch Martynas’ erklärtes Ziel. Er liebt sein Instrument über alles und findet: das Akkordeon ist cool! Vier Jahre lang hat der 23-Jährige an der höchst renommierten Royal Academy of Music in London studiert, und er ist heute ein exzellenter, klassisch ausgebildeter Musiker. Aber er bricht eben auch gerne mit althergebrachten Regeln und will sich nicht in den »Klassik-Käfig« sperren lassen. Sein Akkordeonspiel sieht er als Experimentierfeld, und diesen Experimenten folgt man einfach gern


 

Nachlese SHMF-Konzert am 09.August 2013

Zum nunmehr vierten Mal gab das Schleswig-Holstein Musik-Festival in unserer Nusser Kirche ein Gastspiel. Wir konnten wieder ein ganz besonders Konzerterlebnis mit herausragenden Musikern erleben: Das Signum Saxophonquartett war schwungvoll und mitreißend in seiner Spielfreude, sodass in und um die Kirche herum eine rundum gute Stim-mung herrschte. Das Wetter war wie schon bei den vorigen SHMF-Konzerten, herrlich und so können wir beschwingt und motiviert in ein paar Wochen die Planung des SHMF- Konzer-tes im kommenden Jahr in Angriff nehmen. Doch vorher bleibt noch der Dank an alle fleißigen Hände, die mitgeholfen haben den Abend so schön zu gestalten und anschließend wieder aufzuräumen! Und der Dank an all die gebenden

Hände, die uns ideell und finanziell wieder einmal so unkompliziert und großzügig unterstützt haben! Durch Sie/Euch alle wurde es wieder einmal ein toller Kultur-Abend in Nusse. Simone Siemers


Rückblick auf Chinesisch 2012

Zum dritten Mal durften wir mit der Nusser Kirche Austragungsort für das Schleswig-Holstein-Musik-Festival sein. Und was für ein Konzertabend das war! Die 20 Künstler aus dem Vielvölkerstaat China brachten Lieder und Musik aus den Provinzen ihrer fernen Heimat mit. In ihren farbenprächtigen, exotischen Kostümen erfüllten sie, unterbrochen von humorvoller Moderation, unsere Kirche mit ungewohnten, aber oft mitreißenden Klängen der verschiedenen Ethnien. Nach der Probe am Nachmittag hatten sich einige junge Ensemblemitglieder von Eastern Voices auf dem Kirchhof ‚warmgemacht‘, in dem sie spielerisch um die Wette sprangen: wer kann das Reetdach der Pfarrscheune berühren… (für die eher kleingewachsenen Chinesen war das nicht ganz einfach). Währenddessen bestückte der Lämmerhof seinen Stand mit Leckereien und ein Team des Kirchenvorstands bereitete unseren Sektausschank vor: wie immer wurde der Sekt mit oder ohne Holundersirup stilvoll durch die Fenster der alten Schule nach draußen an die Gäste des Konzertes gereicht. Daneben hatte der Kirchenvorstand in diesem Jahr auch noch Käse-Schinkenstangen aus der dorfeigenen Bäckerei verkauft- rustikal in schönen Körben, mit denen wir durch die hungrige Gästeschar wandelten. Nachdem am frühen Nachmittag ein wahrer Sturzregen über Nusse gegangen war, hatten wir vorsichtshalber einen Pavillon aufgebaut, unter dem wir das Gebäck im Falle von feuchtem Wetter hätten verkaufen können,- doch der liebe Gott hatte ein Einsehen und bescherte uns Abendsonne bei lauschigen Temperaturen. Allen die mitgeholfen haben, diesen Abend so reibungslos und stimmungsvoll zu gestalten: Vielen Dank!
Ein besonderer Dank geht an Jörg Stenzel, für all die Vorarbeiten und seinen ganz besonderen Einsatz. Wir blicken gespannt auf das kommende Jahr: sind wir wieder dabei? Was für ein Konzertleckerbissen wird uns dann wohl serviert werden?


 Zweimal waren wir nun bereits Gastgeber des SHMF.

Am 30.07.2010 waren Flötenlegende Michala Petri mit Lars Hannibal ( Laute und Gitarre) und am 22. August 2011 das Faust-Quartett zu Gast in der Nusser Kirche. Es ist immer etwas besonderes, solche Künstler bei uns begrüßen zu können.

Die Konzerte sind allen, die an den  Abenden in der Nusser Kirche dabei waren, als großes Erlebnis präsent. Die Presse feierte den Erfolg und von allen Seiten gab es Lob, nicht zuletzt von den Künstlern selbst, die von der Akustik unserer Kirche beeindruckt waren.

Dieser Erfolg hat uns mutig gemacht. Es ist nicht selbstverständlich, dass Konzerte dieses Niveaus im Dorf stattfinden. Aber wenn sich viele Musikbegeisterte finden, dann können „Träume“ Wirklichkeit werden und die Kirche in Nusse mit ihrem einzigartigen Umfeld für einen Moment über die Grenzen hinaus strahlen.

In den vergangenen Jahren haben viele Spender diese Konzerte erst möglich gemacht. Dafür sei hier noch einmal gedankt. Vielleicht werden wir im nächsten Jahr wieder Gastgeber sein können.

Gefördert durch die Kulturinitiative Sandesneben-Nusse

 
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