Unsere Kirchen

Die Kirche in Nusse

Das heutige Gotteshaus ersetzt einen älteren Bau, der 1837 nach dem Einsturz eines Gewölbes abgebrochen wurde. Der Neubau erfolgte 1838/39 unter Verwendung der alten Grundmauern. Es entstand eine dreischiffige Halle aus Feld- und Ziegelsteinen mit überhöhtem Mittelschiff und eingezogenem polygonalen Chor. Infolge des flachen Neigungswinkels der Seitendächer kam es zu Feuchtigkeitsschäden am Mauerwerk, so dass ein Umbau notwendig wurde. 1914/15 wurde daher ein einheitlich hohes Dach, das alle drei Schiffe überwölbt, gebaut und an der Westseite ein mächtiger, in das Kirchenschiff eingezogener Turm errichtet.

Die Innenausstattung stammt im Wesentlichen noch aus der Erbauungszeit der Kirche. Bemerkenswert ist der spätklassizistische Kanzelaltar, der ebenso wie die Orgel von Theodor Vogt aus Lübeck angefertigt wurde. Auch das klassizistische vasenförmige Taufbecken wurde von C. A: Schönemann 1839 eigens für den Kirchenneubau geschaffen. Es ersetzt ein Taufbecken aus dem 13. Jahrhundert, das zwar noch vorhanden aber stark beschädigt war. Aus der Vorgängerkirche wurden ein hölzernes Kruzifix (15. Jahrhundert) sowie zwei Gemälde übernommen (Verkündigung, 1. Hälfte 16. Jahrhundert; Abendmahl, 17. Jahrhundert). Erwähnenswert ist auch das Bild des Pastors Andreas Sartori von 1898.

Die Kirche in Behlendorf

Die Kirche wurde um 1250 im romanisch-gotischen Übergangsstil als einschiffiges Langhaus mit einem eingezogenen Kastenchor errichtet. Der neugotische Turm wurde 1893 errichtet und ersetzt einen freistehenden hölzernen Glockenträger. Im Chorraum sind noch Reste der ursprünglich sehr viel reichhaltigeren Ausmalung aus dem 14. Jahrhundert erhalten, wobei die Darstellung von Christus als Weltenrichter im Chorgewölbe besonders gut erhalten ist. Insgesamt zählt die Ausmalung der Behlendorfer Kirche zu den umfangreichsten Beispielen ihrer Art in einer Dorfkirche in Schleswig-Holstein. In den Fenstern befinden sich 39 Wappengläser von Lübecker Ratsherren und Bürgermeistern. Die aus dem 17. Jahrhundert stammenden Scheiben wurden 1864 aus der Lübecker St.-Marien-Kirche übernommen. Der hölzerne Altaraufsatz, eine Lübecker Arbeit, wurde 1635 von Bernhard Brosius gestiftet. Der Stifter war Pächter des Hofes Behlendorf und ist im Mittelbild zusammen mit seiner Ehefrau Katharina und seinen Kindern in der Kreuzigungsszene dargestellt. Auch die Kanzel wurde 1635 von Bernhard Ambrosius gestiftet.

Dieser Text ist ein verkürzter Auszug aus dem Bildband  „Salz der Erde – Licht der Welt – Evangelisch-Lutherische Kirche zwischen Trave und Elbe“ mit Texten von Dr. Claudia Tanck und Fotografien von Manfred Maronde. Das Buch ist 2016 im Hinstorff-Verlag in Rostock erschienen und kann zum Preis von € 29,99 in den Kirchenkreisverwaltungen in Lübeck und Ratzeburg sowie im örtlichen Buchhandel bezogen werden.

Dieser Text ist ein verkürzter Auszug aus dem Bildband  „Salz der Erde – Licht der Welt – Evangelisch-Lutherische Kirche zwischen Trave und Elbe“ mit Texten von Dr. Claudia Tanck und Fotografien von Manfred Maronde. Das Buch ist 2016 im Hinstorff-Verlag in Rostock erschienen und kann zum Preis von € 29,99 in den Kirchenkreisverwaltungen in Lübeck und Ratzeburg sowie im örtlichen Buchhandel bezogen werden.

Quelle: https://www.kirche-ll.de/gemeinden/lauenburg/nusse-behlendorf/geschichte.html

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